Gluten und seine Wirkungen

Gluten Wirkungen

veröffentlicht am 28. Juli 2016 | Autor: Caroline Böhme

 

 

Was ist Gluten?


Gluten ist ist ein Eiweiß, das ursächlich in verschiedenen Getreiden vorkommt, und ist ebenso anzutreffen in Produkten, die daraus hergestellt werden. Durch Verarbeitung kann es auch in zahlreichen anderen Produkten und Nahrungsmitteln enthalten sein, wie beispielsweise in Sojasauce, Ketchup, Würsten, Medikamenten usw.
Die Getreidesorten, die Gluten enthalten, sind Weizen, Roggen, Dinkel und Kamut, in Gerste und Hafer sehr wenig. Es gibt auch glutenfreien Hafer. Als glutenfreie Alternativen bieten sich Reis oder Mais an, oder die ohnehin nährstoffreicheren "Pseudo"- Getreidesorten wie Hirse, Amaranth, Buchweizen und Quinoa.

Gluten wird zunehmend von vielen Menschen schlecht oder gar nicht vertragen. Neben der Gluten-Sensitität, die mengenabhängig Reaktion wie Bähungen, Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfungen verursacht, gibt es die Zöliakie, bei der Gluten überhaupt nicht vertragen wird und es zu entzündlichen Autoimmunreaktionen im Darm kommt. Dabei spielt das Protein Gliadin eine Rolle, ein Bestandteil des Gluten, das die Darmschleimhaut angreift und zerstört.
Warum sich die Zahl der Menschen mit Unverträglichkeiten und Zöliakie auch im fortgeschrittenen Alter ständig erhöht, ist noch nicht geklärt. Auf jeden Fall enthalten die neu gezüchteten Getreidesorten im Vergleich zu denen, die unsere weit zurückliegenden Ahnen verzehrten, deutlich mehr Gluten.

 

Warum auf Gluten verzichten?

 

Es scheint so, dass sich Gluten nicht nur auf Menschen mit Zöliakie oder einer Unverträglichkeit ungünstig auswirkt. Wenn Gluten mit den Darmzellen in Kontakt kommt, wird Zonulin freigesetzt. Das ist ein Eiweiß, welches die Verbindungen zwischen den einzelnen Darmzellen reguliert. Bei der Freisetzung des Zonulin wird die Darmdurchlässigkeit erhöht, indem sich die Abstände zwischen den Zellen öffnen. Durch eine solche erhöhte Darmdurchlässigkeit, dem sogenannten Leaky Gut, kann es zu zahlreichen Erkrankungen kommen, wobei besonders Autoimmunserkrankungen berücksichtigt werden sollten. Folgen können auch Allergien und verschiedenste Entzündungsreaktion sein, eine erhöhte Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke verbunden mit einer Verstärkung ungünstiger Wirkungen hoher Glukosewerte auf das Gehirn (Quelle siehe unten).

Die Darmbarriere kann sich wieder regenerieren, insbesondere durch einen Verzicht auf Gluten und eine gezielte Unterstützung der Regenerationsprozesse und einer guten Darmflora.

 

 

Hinweis: Diese Informationen sind nicht als Empfehlungen bei Erkrankungen gedacht und ersetzen keine ärztliche Diagnose, Behandlung oder Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden lassen Sie sich durch einen Arzt oder Heilpraktiker behandeln.

Quelle: Gluten in der Nahrung - Ursache chronischer Erkrankungen; K.-L Runow; Nutritional Science and Home Economics Holding B. V. 2015; S. 11-18