Mobbing kann krank machen!

Mobbing kann krank machen

veröffentlicht am 12. August 2016 | Autor: Caroline Böhme

 

Als Mobbing wird ein psychisch belastendes, ausgrenzendes, angreifendes und herabsetzendes Verhalten einem einzelnen Menschen gegenüber bezeichnet, das auch bis hin zu körperlicher Gewalt führen kann. Oft tritt es in der Arbeitswelt auf.

Für den Betroffenen kann es zu starken psychischen Belastungen kommen, die auf Dauer krank machen oder im Burnout enden können.
Aus diesen Gründen ist es wichtig, eine solche Situation ernst zu nehmen und sich um das eigene Wohl zu kümmern oder einen Betroffenen zu unterstützen. Leider ist es meist so, dass ein Betroffener allein dasteht. Kollegen verhalten sich entweder neutral oder sie schlagen sich auf die Seite des Täters, vor allem aus Angst, selbst zur Zielscheibe zu werden. Häufig geht auch Mobbing von den Vorgesetzten aus, sodass auch von dort keine Hilfe in Frage kommt.



Wie entsteht Mobbing?


Mobbing wird auch als ein "Versagen der Hierarchie" bezeichnet, denn Mobbing kann nicht entstehen, wenn das Betriebsklima und das Führungsverhalten gut ist, eine wertschätzende und offene Kommunikation gepflegt wird, die Konfliktlösekompetenz gut ist und die Organisation und die Verteilung der Verantwortlichkeiten klar geregelt sind. Dies sind also wesentliche Faktoren die Mobbing verhindern, bzw. ein Fehlen dieser Faktoren begünstigt es. Auch bei Umstrukturierungen oder Neustrukturierungen im Betrieb ist beispielsweise daher die Gefahr höher, ebenso bei übermäßigem Stress und Zeitdruck.

Der Mobber schiebt oft die Verantwortung für die Situation auf das Opfer. In der Regel ist eine Person, die mobbt, entweder neidisch und missgünstig, sie fühlt sich nicht gewertschätzt oder erhält eine zu geringe Anerkennung, sie hat Angst vor einem Verlust des Arbeitsplatzes oder Versagensängste und außerdem meist ein mangelndes Einfühlungsvermögen gemeinsam mit unterdrückten Aggressionen.
Ursache einer Situation mit Mobbing ist immer ein ungelöster Konflikt.
Natürlich sollte sich der Betroffenene auch darüber bewusst sein, dass immer auch beide Seiten an einem Konflikt beteiligt sind, es also auch bestimmte Faktoren gibt, warum genau er das Ziel des Mobbers wurde.

 

Was kann bei Mobbing getan werden?


Ist man selbst von Mobbing betroffen, sollte man rechtzeitig etwas unternehmen, bevor ernsthafte Folgen entstehen. Es bieten sich mehrere Möglichkeiten an:

Versuchen, den ursächlichen Konflikt zu lösen - dazu kann man entweder versuchen, dies mit dem Mobber selbst zu klären, oder wenn möglich, einen Vorgesetzten hinzuziehen, zu dem ein gutes vertrauenvolles Verhältnis besteht.

Es gibt die verschiedensten Anlaufstellen, die bei Mobbing Unterstützung anbieten. Beispiele aus dem Internet sind www.mobbing-hilfe.de oder www.mobbing-beenden.de

Gibt es keine Lösung für sie Situation, sollte ein Wechsel des Arbeitsplatzes in Betracht gezogen werden.

 

Hinweis: Informationen in Bezug auf Gesundheit stellt keine Empfehlung im Sinne einer medizinischen Behandlung oder Beratung dar. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Heilpraktiker!