Warum regelmäßig entgiften?

Warum regelmäßig entgfiten

veröffentlicht am 01. Oktober 2016 | Autor: Caroline Böhme

 

 

Den Körper bei der Entgiftung zu unterstützen ist sinnvoll


Entgiftung ist ein Thema, bei dessen Erwähnung manche die Notwendigkeit und die Bedeutsamkeit abstreiten. Oft hört oder liest man, der Körper müsse nicht entgiftet werden, denn eine gesunder Körper würde sich aller Schadstoffe von selbst entledigen können. Leider ist das eine Täschung.
Zum einen ist hier die erste Frage: was bedeutet "ein gesunder Körper"? Gibt es heutzutage in unserer vergifteten Welt überhaupt vollkommen gesunde Körper? (Interessant ist hier auch die neueste Definition der WHO für Gesundheit, die tatsächlich ein leben, arbeiten, genießen und zufrieden sein können trotz bestimmter Mängel an Störungen und Schäden als Gesundheit ansieht...)
Zum anderen wird eines völlig übersehen: in einer gesunden und natürlichen Umwelt gibt es zahlreiche Belastungen und chemischen, teils giftigen Substanzen nicht, die aber heutzutage unsere Körper zwangsläufig treffen. Dies können wir nicht vermeiden, und der Körper ist einerseits mit dieser Fülle an Belastungen überfordert, andererseits hatte er noch nie in seiner ganzen Evolution mit solchen Stoffen zu tun.

Es ist nichts Neues und offiziell bekannt, dass bestimmte giftige Substanzen zu bestimmte Krankheiten und Störungen führen, dass sich wieder andere Stoffe im Körper in bestimmten Regionen einlagern, wie z. B. im Gehirn oder in den Knochen. Dazu gehören Schwermetall aber auch radioaktive Elemente. Von dort aus können sie über Jahre auf die Zellen einwirken und entsprechende Folgen auslösen.
Auch können zahlreiche unerwünschte Schadstoffe in der Muttermilch nachgewiesen werden, teil in großen Mengen. Es gibt auch solche Stoffe, die organisch nicht abbaubar sind, sich also im Nahrungskreislauf ansammeln und somit sogar im Trinkwasser wieder auftauchen.

Also: Ein Körper, selbst wenn er komplett gesund ist, kann mit bestimmten Schadstoffen weder angemessen umgehen, noch sie vollständig allein ausscheiden.

Ich möchte ein paar Beispiele für Schadstoffe nennen. Nicht um Angst zu machen, sondern um für das Thema zu sensibilisieren. Stoffe, die für den Körper schädlich und giftig sind, können wir aus unserem Leben in nächster Zeit so schnell nicht verbannen. Es ist aber sinnvoll, etwas darüber Bescheid zu wissen, um die Bedeutung zu erkennen, den Körper bei seiner Entgiftung regelmäßig zu unterstützen.


Schadstoffe aus der Umwelt, die der Körper über Luft, Wasser und indirekt wieder über die Lebensmittel aufnimmt.
Darunter fallen insbesondere Schwermetalle, und zahlreiche weitere teils krebserzeugende Stoffe die ebenfalls über die Industrie, über Straßenverkehr, Verbrennungen, Landwirtschaft usw. in die Luft und somit in unseren Körper gelangen. Das ist z. B. PAK oder Feinstaub.


Schadstoffe, die sich in Lebensmitteln befinden. Sie gelangen dort beispielsweise über die Schadstoffe aus der Umwelt (Luft und Wasser) hinein, oder es sind Rückstände aus der Landwirtschaft, wie das z. Z. diskutierte Glyphosat, oder auch unnatürliche Zusatzstoffe die durch die Lebensmittelindustrie zugesetzt werden, wie Farbstoffe oder chemische Konservierungstoffe. Ausführlich über Schadstoffe in Lebensmitteln habe ich hier geschrieben


Schadstoffe aus dem Wohn- und Arbeitsbereich. Diese Faktoren werden in aller Regel unterschätzt. Beispielsweise sind die Belastungen in Bürös mit Feinstaub teils höher als die erlaubten Werte für den Außenbereich. Aus Druckern und Kopieren entweichen tausende giftige Stoffe, ebenso aus Möbel, Baumaterialien, Elektrogeräten, Teppichen, Textilien, ja sogar Kleidung. Auch hier spielen Schwermetalle eine Rolle, aber auch Stoffe wie Formaldehyd, Flammschutzmittel, Weichmacher, Pestizide, Lösemittel usw. Besonders belastet sind Berufe, die mit Materialien arbeiten die giftige Stoffe enthalten, z. B. in der Chemie, Lackierer, metallverarbeitende Industrie usw.

Natürlich gibt es auch Schadstoffbelastungen die manche Menschen sich bewusst selbst zuführen, bestes Beispiel dafür ist das Rauchen.

 

Was kann getan werden, um zu entgiften?


Wann immer möglich sollte auf eine geringste Belastung geachtet werden. In bestimmten Grenzen ist das möglich, z. B. über die Auswahl biologischer und reiner Lebensmittel, also Nahrungsmittel, die keine unerwünschten Zusatzstoffe enthalten. Oder die Verwendung ökologischer Materialien im Wohn- und Arbeitsbereich. Die Vermeidung giftiger Substanzen im direkten Körperkontakt (Schwermetalle, Bleirohre, oder auch Aluminium...), die Verwendung von guten Wasserfiltern bei einer Belastung des Trinkwassers, die Meidung von Tabakrauch, usw.

Dennoch kann eine Aufnahme von Schadstoffen nicht gänzlich vermieden werden. Es gibt zahlreich Möglichkeiten, den Körper bei der Entgiftung zu unterstützen. Unterschiedliche Methoden greifen auf unterschiedlichen Ebenen und helfen bei der Bindung und Ausscheidung bestimmter Stoffe.

Ich möchte einige Beispiele nennen:

Sie können und sollten sich bei einigen Maßnahmen von einem Arzt oder Heilpraktiker begleiten lassen. Beispielsweise gibt es eine gezielte und effektive Ausleitung von Schwermetallen nach Dr. Klinghardt, oder auch eine spezielle Reinigung der Leber nach Dr. Hulda Clark.
Ayurvedische Kuren, auch das ayurvedische Ölziehen, oder die Einnahme von bestimmten Ölen helfen, fettlösliche Gifte zu binden und auszuscheiden. Zeolith gilt als ein Mittel, das sowohl Schadstoffe als auch radioaktive Elemente bindet.
Auch das Fasten kann dabei ein gutes Hilfsmittel sein, das sich eher auf wasserlösliche Schadstoffen auswirkt.
Grundsätzlich kann der Körper durch eine wirklich gute und
gesunde Ernährung dabei unterstützt werden, indem dadurch die Organe nicht geschwächt sondern positiv unterstütz und angeregt werden. Auch einige Heilpflanzen können dabei durch die Anregung und Entlastung der Entgiftungs- und Ausscheidungsorgane, insbesodere der Leber und Nieren, hilfreich sein. Entgiftungsporzesse im Körper sind sehr komplex und hängen von vielen Faktoren ab. Je wertvoller die Zufuhr von wichtigen Nährstoffen und beispielsweis auch der Zustand des Enzympotentials, umso besser kann der Körper sich selbst helfen.