Wie uns sekundäre Pflanzenstoffe nützen

Sekundäre Pflanzestoffe

veröffentlicht am 24. November 2016 | Autor: Caroline Böhme

 

Was sind sekundäre Pflanzenstoffe?


Wie der Name bereits vermuten lässt sind sekundäre Pflanzenstoffe chemische Substanzen, die in Pflanzen vorkommen.
Der Begriff "sekundär" vermittelt eventuell das Gefühl, dass sie weniger Bedeutsam sind. Sie spielen allerdings teilsweise als sogenannte Wirk- und Reglerstoffe in unserer Ernährung eine große Rolle für den Körper. Auch in der Pharmakologie haben sie eine enorme Bedeutung. Erst nach und nach wird ihre Wirksamkeit erforscht und bekannt.
Letztendlich sind unter anderem sie es, die den Unterschied zwischen einer vollwertigen pflanzliche Nahrung und einem industriellen Erzeugnis aus Eiweißen, Kohlenhydraten, Fetten, Vitaminen und Mineralstoffen etc. ausmacht. In einer Pflanze liegt uns eine große Kombination verschiedenster Substanzen vor, die in ihrem Zusammenwirken die Einzigartigkeit ihrer Wirkung als echtes und "gesundes" Lebensmittel ausmacht.

Die Bezeichnung "sekundär" kommt daher, dass die Pflanze diese Stoffe nicht zum überleben benötig. Sie sind also nicht am Stoffwechsel beteiligt. Chlorophyll gehört aus diesem Grund nicht zu den sekundären Pflanzenstoffen, da es für die Pflanze lebensnotwendig ist.
Es gibt unzählige verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe, in Bezug auf die menschliche gesundheitliche Bedeutung sind bis heute nur wenige davon erforscht.

Die Pflanzen bilden sekundäre Pflanzestoffe vermutlich in Folge einer Interaktion mit der Umwelt. Sie wehren sich mit ihnen vor Fressfeinden, locken Insekten an oder schützen sich vor UV-Licht usw. So gibt es unter ihnen auch viele Stoffe, die für den Menschen in gewissen Mengen giftig sind, wie z. B. Alkaloide. Solche Stoffe werden häufig in der Pharmakologie verwendet.

 

Die protektiven Pflanzenstoffe


Als protektiv werden diejenigen sekundären Pflanzestoffe bezeichnet, die nach dem aktuellen Wissen bestimmte gesundheitliche Wirkungen auf den menschlichen Körper haben. Sie wirken protektiv, also schützend vor bestimmten Erkrankungen. Einige davon sind relativ bekannt, da vin ihnen besonders in den Medien immer wieder zu hören ist.

Man kann grob 10 Gruppen der protektiven Pflanzestoffe unterscheiden:

Polyphenole und Phenole
Carotinoide
Flavonoide
Phytoöstrogene
Phytosterine
Saponine
Sulfide
Proteaseinhibitoren

Phytinsäure

Bei der Bedeutung dieser sprotektiven Pflanzestoffe spielt insbesondere die antioxidative Wirkung einiger Stoffe eine große Rolle, wie z. B. bei den Carotinoiden, darunter auch Astaxanthin, den Flavonoiden oder den Polyphenolen. Mehr zu Antioxidantien lesen Sie hier.
Sie wirken entzündungshemmend und schützen beispielsweise die Gefäße, wodurch sie als protektiv bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen gelten. Wieder andere sind bekannt durch ihre antibakterielle Wirkung, Phytoöstrogene als hormonelle Unterstützer beispielsweise bei Wechseljahrsbeschwerden. Phytosterine gelten als erwiesenermaßen hilfreich bei der Senkung des Cholesterinspiegels, usw.

Quellen und weitere Infos:
https://de.wikipedia.org/wiki/Sekundäre_Pflanzenstoffe
https://de.wikipedia.org/wiki/Carotinoide
https://de.wikipedia.org/wiki/Polyphenole
https://de.wikipedia.org/wiki/Phytoöstrogene

 

Abwechslung und Vielseitigkeit ist empfehlenswert


Jede pflanzliche Nahrung bietet unserem Körper eine andere Zusammensetzung und andere Arten von sinnvollen sekundären Pflanzenstoffen. Sie haben alle unterscheidliche und einzigartige Wirkungen. Besonders aus diesem Grund wird stets eine abwechslungsreiche und vielseitige Ernährung empfohlen, sodass der Körper immer wieder von anderen Substanzen und in vielfältiger Weise profitieren kann.

 

Hinweis: Informationen in Bezug auf Gesundheit und Krankheiten sind keine Empfehlungen im Sinne einer medizinischen Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Heilpraktiker!